Bildbearbeitung zur Erzeugung von Schwarzweiss-Fotos
Allgemeines
Grundsätzlich ist es natürlich möglich, aus beliebigen Aufnahmen Schwarzweiss-Fotos zu erzeugen. Wie man leicht erkennt, lohnt dies aber nicht immer, weil der Bildeindruck nicht wirklich gut ist. Eigentlich widerspricht die Schwarzweißfotografie der Sichtweise des Menschen, wir empfinden Farbbilder als natürlicher. Schwarzweiss-Fotos wirken im Gegensatz zu Farb-Fotos vor allem aufgrund von Helligkeitskontrasten, geometrischen Formen und Graustufenverläufen.
Die Wiedergabe von Schwarzweiss-Fotos ist bei der digitalen Verarbeitung auf 256 Graustufen beschränkt. Diese Graustufen werden aber nicht bei jedem Bild ausgenutzt, dies ist auch nicht immer sinnvoll. High-Key- oder Low-Key-Aufnahmen wirken zum Beispiel nur aufgrund des Gesamteindrucks des Fotos, daher ist eigentlich nur dieser Gesamteindruck für die Qualität eines solchen Fotos entscheidend.
Viele digitale Kameras unterstützen einen Schwarzweiss-Modus, bei dem die Bilder bereits bei der Aufnahme in Graustufen gespeichert werden. Eine nachträgliche Umwandlung von Farbbildern in Schwarzweiss-Bilder ist aber immer vorzuziehen. Hierbei ist das einfache Umwandeln in Graustufen nicht optimal. Bessere Ergebnisse erreicht man über Kanalmixer, mit denen man den Anteil der roten, grünen und blauen Kanäle exakt beeinflussen kann. Für einen ersten Eindruck von der Bildwirkung einer Aufnahme kann die Graustufenumwandlung jedoch hilfreich sein.
Vorgehensweise
Die Fotos sollten für qualitativ höchstwertige Ergebnisse im RAW-Format und in RGB aufgenommen werden. In diesem Format stehen alle überhaupt möglichen Bildinformationen zur Verfügung, und man erhält ein digitales Negativ, das nie verändert wird.
Die Umwandlung des RAW-Fotos, sozusagen die Entwicklung des digitalen Negativs, kann mit einem beliebigen RAW-Konverter erfolgen. Für die hier gezeigte Vorgehensweise wurde das EOS Viewer Utility von Canon zur Konvertierung benutzt.

